Be Thankful Everday

Pieces of Mariposa ist mein kleiner Zufluchtsort, an dem ich mit euch die schönen Dinge des Lebens teile. Mode, Reisen, Rezepte und mein Hang zur Detailliebe, das sind die Themen, die ich in meinem Blog behandle. Doch heute möchte ich über etwas anderes sprechen. Wie oft zerbrechen wir uns den Kopf über Probleme, die eigentlich keine sind? Machen aus einer Mücke einen Elefanten und neigen dazu, alles Schwarz zu sehen. Geraten vom Kleinen ins Große und vergessen dabei, wie gut wir es eigentlich  haben. An Tagen, an denen einem von allen Seiten nur negative Schwingungen entgegenkommen, man von Unzufriedenheit und schlechter Laune umgeben ist, sollt man eines tun: Kurz innehalten, tief durchatmen und sich vor Augen führen, dass alles nicht so wild ist und vor allem eins sein: Dankbar!
Diejenigen von euch, die meinen Post `20 Facts About Me´gelesen haben, werden wissen, dass meine Mutter aus Honduras kommt, einem kleinen Land in Lateinamerika. Wöchentlich verfolge ich auf Nachrichtenseiten, was in dem Land passiert. Auch durch Mails und Telefonate mit der Familie halten wir uns auf dem Laufenden. Und das, was ich da zu hören bekomme, das stimmt mich überwiegend traurig. Denn die Welt, die einem dadurch vor Augen geführt wird, ist eine völlig andere, als unsere. Bewaffnete Angriffe, Überfälle, Entführungen und Mord stehen auf der Tagesordnung und auch in meiner Familie ist traurigerweise jedes davon bereits vorgekommen. Auf der einen Seite sehe ich ein traumhaftes Land mit tollen Landschaften und Stränden, wunderbaren Traditionen, hilfsbereiten Menschen und vorzüglichem Essen. Auf der anderen Seite aber liest man von einer Million arbeitslosen Menschen unter 30 Jahren, 71 Prozent Einwohnern die unter der Armutsgrenze leben und 25.000 Menschen, die seit 2009 gewaltsam ums Leben gekommen sind (Quelle: epo.de). Als Mensch, der in behüteten Vororten aufgewachsen ist, nie Armut leiden musste und von seinen Eltern bei allem unterstützt und immer bestmöglich gefördert wurde, ist das eine andere, komplett fremde Welt! Sich mit Freunden außerhalb einer sicheren Mall zum Bummeln verabreden? Sich frei bewegen? Was für uns selbstversändlich ist, ist dort häufig undenkbar! Eine Tante von mir bangt jeden Tag um ihre Kinder und kann erst wieder beruhigt aufatmen, wenn sie wohlbehalten aus der Schule oder Uni zurückkehren. Als ich vor ein paar Jahren zum letzten Mal dort war, habe ich mit einer Freundin Milchshakes und Donuts für uns und ihre Kinder geholt. Natürlich im gepanzerten Fahrzeug und mit bewaffnetem Bodyguard. Wir durften immer erst nach ihm das Fahrzeug verlassen und erst wieder vom Auto ins Haus gehen, als er sicher gegangen war, dass „die Luft rein war“! Wenn man arm ist, muss man dort täglich ums Überleben kämpfen, ist man reich, lebt man in einem goldenen Käfig und muss jederzeit damit rechnen, entführt oder bei einem Raubüberfall getötet zu werden. Ein Menschenleben ist dort, wenn man die täglichen Schreckensmeldungen liest, scheinbar nicht viel wert.

Die eigenen Probleme erscheinen einem da plötzlich ganz klein. Mein Ärger und die bitteren Tränen, wenn ich mich von jemandem ungerecht behandelt fühle, meine Wut, wenn mir jemand einen Parkplatz wegschnappt, oder meine „Sorgen“, wenn ich vor lauter Urlauben in dem Jahr gar nicht weiß, wie ich das alles bezahlen soll, erscheinen da wirklich wie, entschuldigt den Ausdruck, gequirlte Kinderkacke!

Was ich damit sagen möchte: Führt euch ab und zu vor Augen, wie gut wir es hier haben! Wir müssen unsere Freiheit mehr schätzen und dankbar für die Dinge sein, die wir zu häufig für selbstverständlich erachten. Lasst euch nicht von Banalitäten stressen, sondern erfreut euch an den Kleinigkeiten im Leben! An Tagen, an denen die Stimmung zu kippen droht, müssen wir einfach auf die kleinen Dinge achten, für die wir dankbar sind. Ich war heute zum Beispiel dankbar für das schöne sonnige Wetter! Und für die Entschuldigung von einem Kollegen, der mich gestern blöd behandelt hat. Für den schönen Abend, den ich gestern mit einer lieben Freundin hatte. Wofür seid ihr heute dankbar?

P.S.: Die wunderschönen Bilder hat übrigens im letzten Sommer mein liebes Fuchsmädchen Carolina von mir gemacht. Wir hatten einen wunderbaren Tag gemeinsam und auch dafür bin ich dankbar!:)
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11 Kommentare

  1. Ein ganz toller Post, der zeigt, wie gut wir es haben!! Ich bin heute dankbar dafür, dass es mir nach meiner Grippe endlich besser geht! Danke für diese Erinnerung!! LG Jenny

  2. ekule le   •  

    Sehr schöne Worte, ein toller Text!
    Du hast recht, wir haben es hier verdammt gut und sollten und das öfters vor Augen führen.
    Gerade wenn man mal wieder am "jammern" über Kleinigkeiten ist….

    Herzliche Grüße, Frauke von
    ekulele

  3. Anonym   •  

    Nice pictures and location.

  4. Frooonk   •  

    Hi,
    das Outfit gefällt mir und will von deiner Fashion noch mehr sehen ;-)

    In diesen Sinne:
    Mode ist die Nachahmung derer, die sich unterscheiden wollen, von denen, die sich nicht unterscheiden.

    LG Frooonk

  5. Daniela (rassambla)   •  

    Es gibt nicht umsonst den Begriff "first world problems". Ich finde es gut, dass du darauf aufmerksam machst und der Post ist wirklich sehr gut geschrieben. Auch im Urlaub in fernen Ländern denke ich das so oft: Wenn man sich ansieht wie die Menschen irgendwo anders leben und trotzdem irgendwie glücklich sind… Und wir heulen rum wegen Dingen, bei denen sie nur den Kopf schütteln könnten.

    In diesem Sinne: Ich bin dankbar dafür, dass ich hier gerade gemütlich auf dem Sofa sitzen, deinen Blog lesen und sogar meine freie Meinung dazu äußern kann :) Ich wünsche dir noch einen schönen Tag!

  6. Anonym   •  

    Wunderschön geschrieben!!!

    Liebe Grüße und einen guten Wochenstart

    Sharine

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