Ein paar Worte über Freundschaften und positiven Egoismus

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Wie steht ihr eigentlich zum Thema Freundschaft? Und schafft ihr es, in einer Zeit, in der man sich permanent über zu viel Stress beklagt, diese zu pflegen? Schon von Kindesbeinen an wird einem eingebläut, dass man nicht egoistisch sein und an andere denken soll. Doch ist das tatsächlich immer richtig, oder gibt es auch Momente, in denen Egoismus zu einer positiven Eigenschaft avanciert? In den letzten Monaten habe ich über dieses Thema sehr oft nachgedacht und mit Freunden darüber diskutiert. Ein Gespräch mit einer alten Schulfreundin diese Woche hat mich dann wieder zum Grübeln gebracht und heute möchte ich daher ein paar meiner Gedanken über Freundschaften mit euch teilen.

 

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Kleid: Isabel Marant Etoile | Pullover: Edited | Jeansjacke: mister*lady | Boots: Zara | Baker Boy Mütze: Asos | Tasche: Balenciaga | Ketten: Anna IJ

 

Als ich sieben Jahre alt war, musste meine Mutter zur Sprechstunde in die Schule kommen. Meine Deutschlehrerin hatte sie zum Gespräch gebeten, da ich beim Gedicht aufsagen vor der Klasse kein Wort herausgebracht hatte. Sie meinte, dass ich unbedingt an mir arbeiten müsste, lernen, mich durchzusetzen, mehr Selbstvertrauen bekommen. Wer mich heute kennt, wird sich denken, dass es sich dabei unmöglich um mich gehandelt haben kann. Denn heute bin ich immer die, die als erste den Mund aufreißt, die die Initiative ergreift, sich für andere einsetzt und weiß, was sie will. Doch bis es soweit war, musste viel Wasser den Berg runterfließen.

 

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«Freundschaften sollten dir ein gutes Gefühl geben, Freude und Spaß bereiten und Balsam für die Seele sein.»

 

Zu Teenagerzeiten am Gymnasium beispielsweise gab es ein paar Mädchen, die mich gemobbt haben. Etliche Monate habe ich gelitten, mich zurückgezogen und nicht verstanden, warum aus guten Freundinnen Biester werden können. Es hat gedauert, bis ich verstanden habe, dass nicht jeder dein Freund sein kann und es definitiv Momente gibt, in denen du nur an dich selber denken und loslassen solltest. Warum an alten Freundschaften festhalten, die dir nicht gut tun? Denn wisst ihr, was an Freundschaften das Allerwichtigste ist? Sie sollten dir ein gutes Gefühl geben, Freude und Spaß bereiten und Balsam für die Seele sein.

Seit dieser Zeit weiß ich, dass es absolut in Ordnung ist, im richtigen Moment egoistisch zu sein und auch mal zu einer Person, die lange Zeit dein Freund war, zu sagen, dass es einfach nicht mehr passt. Denn manchmal entwickelt man sich in einem langsamen, aber stetigen Prozess auseinander und dann ist es auch völlig ok zu sagen, dass man ohne diese Person weitergehen möchte. Das mag hart klingen und es gehört definitiv Mut dazu, um jemandem so den Riegel vorzuschieben. Aber in der heutigen Zeit, in der eben das, nämlich Zeit, unser größtes Gut ist, möchtest du da deine kostbaren Minuten für jemanden verschwenden, der dir ganz tief in deinem Herzen nicht gut tut? Nein, absolut nicht! Also trau dich und trenne dich von Leuten, die dich nur davon abhalten glücklich zu sein!

 

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Bis man so weit ist, sich falsche Freundschaften einzugestehen, ist es definitiv ein hartes Stück Arbeit. Dennoch sollte man froh über jeden Stein sein, der sich einem in den Weg gestellt und den man überwunden hat. Denn jeder einzelne Stein formt dich zu einer starken Person und zeigt dir am Schluss, was wirklich wichtig ist!

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11 Kommentare

  1. littlewhitepages   •  

    Liebe Vanessa – ich kann deine Ausführungen genau so unterschreiben. Ich musste auch zuerst lernen bzw. lerne immer noch, nicht immer nur auf andere, sondern auch auf mich zu achten, Nein zu sagen und mich von gewissen Menschen zu lösen, anstatt unnötig Energie in diese zu investieren.

    Liebe Grüsse, Sonja
    http://littlewhitepages

    • vanessa   •     Author

      Liebe Sonja, besser hätte man es nicht ausdrücken können!
      xx Vanessa

  2. lilablumenwiese   •  

    Liebe Vanessa,
    du hast Recht, manchmal muss man was das anbelangt einfach egoistisch sein. Leider scheitere ich zur Zeit noch etwas an der Umsetzung. Eine Freundin von mir und ich haben uns in letzter Zeit sehr weit auseinandergelebt, uns in sehr unterschiedliche Richtungen entwickelt. Ich weiß nicht, ob ich schon bereit bin, einen Schlussstrich zu ziehen und die Freundschaft zu einer Person aufzugeben, die mich durch so viele unterschiedliche Phasen meines Lebens begleitet hat und auf die ich immer zählen konnte. Dies ist leider seit einigen Wochen und eigentlich auch Monaten nicht mehr so und das macht mich traurig und zieht mich runter, obwohl ich eigentlich ein sehr fröhlicher, optimistischer und meistens glücklicher Mensch bin. Dein Post hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt, danke dafür :)
    Liebe Grüße
    Lila

    • vanessa   •     Author

      Liebe Lila,

      danke dir für deinen ausführlichen Kommentar! Es ist nie eine einfache Entscheidung, sich von alten Freunden zu trennen und häufig muss man sich das ewige Monate überlegen, bis dann wirklich die Entscheidung fällt. Lass dir Zeit mit damit und suche doch einfach mal das Gespräch mit deiner Freundin. Vielleicht könnt ihr ja so doch noch das Ruder reißen! Egal wie du dich entscheidest, ich bin mir sicher, dass du das Richtige tust! :-*

  3. Carolina   •  

    Ich weiß absolut was du meinst, Liebes! Ich hänge auch so sehr an meinen Freundschaften – und zwei Mal musste ich mir auch irgendwann eingestehen, dass sich unsere Freundschaft und auch wir verändert hatten. Und zwar in verschiedene Richtungen. Das war ein langwieriger Prozess, doch wahrscheinlich habe ich genau diese Zeit benötigt.

    Aber generell denke ich mir dann, lieber bin ich ein Mensch, der sich schwer damit tut loszulassen, als beim ersten Windstoß die Fahne in den Wind zu werfen (sagt man das so? :-D)

    Ich drücke dich – und bis später heute!

    • vanessa   •     Author

      Oh, absolut! Es ist definitiv keine leichte Entscheidung, sich von alten Freunden zu trennen, aber manchmal ist man einfach tatsächlich an dem Punkt angelangt, wo es nicht mehr weiter geht, egal, wie man es dreht und wendet! Freue mich, dich am Donnerstag zu sehen, du Liebe!

  4. Nine   •  

    GANZ TOLLER BEITRAG UND ICH BIN DER GLEICHEN MEINUNG. SCHÖNES WOCHENENDE WÜNSCHE ICH DIR.

    LIEBSTE GRÜßE

  5. Milli   •  

    Ich denke auch, dass besser ist jemanden zu sagen, wenn die Freundschaft einem nicht mehr gut tut. Es ist eben manchmal so im Leben, dass sich zwei Menschen auseinander leben und das nicht nur in der Partnerschaft, sondern auch in Freundschaften.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

    • vanessa   •     Author

      Hallo liebe Milli, ich denke auch, dass das etwas ist, dass man einfach akzeptieren muss!
      Ganz liebe Grüße Vanessa

  6. laviedeboite   •  

    Ich liebe diesen Beitrag!!!! Komplett von vorne bis hinten meine Meinung! Habe diese Ansicht nun schon seit 2-3 Jahren und lebe unglaublich gut damit. Nicht einmal nur bei Freunden, auch generell bei Menschen. Es ist wichtig, dass man in diesem Punkt egoistisch ist. Gerade mit den Jahren sammeln sich ja so einige “Freunde” an. Mit steigendem Alter hat man hier einfach nicht mehr die Zeit, die man früher für solche Beziehungen opfern kann. Dann möchte ich, dass eine Freundschaft und ein damit verbundenes Treffen oder Telefonat auch einen Mehrwert für mich hat! Es kann nicht jedem immer gut gehen, dann ist man auf die Hilfe von Freunden angewiesen, möchte sich mal ausheulen oder muss dem anderen ein offenes Ohr bieten. Das muss aber nicht gleich lästig sein. Im Gegenteil! Aber nur dann wenn das eben auch irgendwo hilfreich ist. Ich brauch dann keinen der mir monatelang wegen der gleichen Scheisse die Ohren vollheult, weil er den Arsch nicht hoch bekommt. Gleichzeitig möchte ich auch niemanden der mir mit einem “Das wird schon wieder” helfen will. Man muss sich früher oder später einfach von gewissen Menschen trennen und nach sich selbst schauen. Ich habe meine engen Freundeskreis ganz extrem eingegrenzt und finde es unglaublich schön und auch irgendwo befreiend.

    By the way … mein neuer Lieblingslook an dir! Mag ich sehr diese Rock-Chic Kombi und das Gelb steht dir wundervoll!

    • vanessa   •     Author

      Meine liebe Diana, danke dir für diesen ausführlichen Kommentar! Und es stimmt genau, was du sagst. Früher hatte man irgendwie viel mehr Zeit und hat sich neben dem normalen Freundeskreis auch einen unheimlich großen Bekanntenkreis aufgebaut. Heute könnte ich das alles gar nicht mehr unter einen Hut bringen. Da ist es dann einfach ganz normal, dass man schauen muss, wer ein echter Freund ist und mit wem man eigentlich nicht so viel anfangen kann!

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